Plan & RegelnAktualisiert am 14. Oktober 20263 Min. Lesezeit

Trading-Regeln aufstellen: Beispiele für deinen Regelkatalog

Gute Trading-Regeln sind schriftlich, messbar und gelten vor dem Trade. Statt „Ich will diszipliniert sein“ legst du fest: „Maximal drei Trades pro Tag“ oder „Nach zwei Verlusten Schluss“. Unten findest du zehn Beispielregeln in fünf Gruppen, die du an deinen Handel anpassen kannst.

Warum Regeln statt guter Vorsätze

Vorsätze funktionieren, solange es gut läuft. Im Stress, nach einem Verlust oder bei einer vermeintlich sicheren Gelegenheit gewinnt oft das Bauchgefühl. Eine Regel entscheidet vorher und ohne Emotion. Sie hat einen weiteren Vorteil: Du kannst im Nachhinein prüfen, ob du sie eingehalten hast. Das gelingt nur, wenn die Regel konkret genug formuliert ist.

Eine gute Regel ist …

  • konkret: mit Zahl, Uhrzeit oder klarer Bedingung
  • prüfbar: du kannst aus deinem Journal ablesen, ob sie gebrochen wurde
  • begründet: du weißt, welchem Fehler sie vorbeugt
  • vor dem Trade festgelegt: nicht mitten in einer Position

Zehn Beispielregeln

GruppeRegelBeispielwertWozu
TageslimitsMaximale Trades pro Tag3Overtrading verhindern
TageslimitsMaximaler Tagesverlustein fester BetragVerlusttage begrenzen
TageslimitsStopp nach Verlusten in Folge2Verlustspiralen stoppen
Nach einem VerlustPause nach einem Verlust15 MinutenRevenge Trading vorbeugen
ZeitfensterKein Einstieg vor einer Uhrzeit09:30Unruhige Phasen meiden
ZeitfensterKein Einstieg nach einer Uhrzeit17:00Müdigkeitsfehler vermeiden
Trade-QualitätStop ist PflichtjaUngeschützte Trades verhindern
Trade-QualitätSetup muss benannt seinjaImpulstrades erkennen
RisikoMaximales Risiko pro Tradeein fester BetragEinzelne Trades begrenzen
RisikoMaximale Positionsgrößeeine feste StückzahlÜbergroße Positionen vermeiden

Alle Werte sind Beispiele. Leite sie aus deinen eigenen Daten ab: Wie viele Trades pro Tag sind bei dir noch gut? Ab welcher Uhrzeit werden deine Ergebnisse schlechter? Wie viel Risiko pro Trade hältst du aus?

So stellst du deinen Regelkatalog auf

  1. Analysiere deine Fehler. Welche Fehler haben dich in den letzten Wochen am meisten Geld gekostet?
  2. Wähle wenige Regeln. Fünf bis sieben reichen. Wer zu viele Regeln hat, hält keine ein.
  3. Formuliere sie als Wenn-Dann-Satz: „Wenn ich zwei Trades in Folge verliere, dann beende ich den Handelstag.“
  4. Schreibe sie auf und lege sie dort ab, wo du sie vor dem Handel siehst.
  5. Erfasse Regelbrüche im Journal, ohne dir Vorwürfe zu machen. Es geht um Daten, nicht um Schuld.
  6. Überprüfe regelmäßig. Passe Regeln nur im Review an, nie mitten im Handelstag.

Was tun bei einem Regelbruch?

Notiere ihn mit Uhrzeit und Grund, schau dir an, was er gekostet hat, und überlege, ob die Regel zu streng, zu vage oder schlicht schwer einzuhalten war. Ein Regelbruch ist ein Hinweis, keine Katastrophe. Gefährlich wird es erst, wenn du ihn nicht erfasst. Ein typischer Regelbruch ist Revenge Trading.

Regeln automatisch prüfen lassen

Von Hand zu kontrollieren, ob du alle Regeln eingehalten hast, ist mühsam. tradeble bietet genau diese zehn Regeln zum Hinterlegen an und prüft jeden Trade automatisch aus den ohnehin erfassten Daten. Du bekommst die „zweite Kurve“: denselben Verlauf ohne die regelwidrigen Trades, und siehst in Geld, was die Regelbrüche gekostet haben. Eigene Regeln sind ab dem Pro-Tarif verfügbar, die 7-tägige Testphase kannst du kostenlos starten. Wie Regeln in einen größeren Rahmen passen, erklärt der Artikel Trading-Plan erstellen.

Häufige Fragen

Wie viele Trading-Regeln sind sinnvoll?

Lieber wenige als viele. Fünf bis sieben klare, prüfbare Regeln lassen sich im Alltag einhalten, bei zwei Dutzend verlierst du den Überblick.

Was ist der Unterschied zwischen Trading-Plan und Trading-Regeln?

Der Plan beschreibt deine Strategie: Märkte, Setups, Einstieg, Ausstieg und Risiko. Regeln sind die klaren Grenzen für dein Verhalten, etwa Tageslimits und Pausen. Beides gehört zusammen.

Soll ich Regeln im Laufe des Tages anpassen?

Nein. Regeln ändern sich nur im Review, nicht mitten im Handelstag und nicht während einer Position. Sonst höhlst du sie genau dann aus, wenn sie nützlich wären.

Wie prüfe ich, ob ich meine Regeln einhalte?

Mit einem Journal, in dem du jeden Trade erfasst. Von Hand gleichst du die Einträge mit deinen Regeln ab, ein Journal wie tradeble prüft sie automatisch.

Lass deine Regeln automatisch prüfen

Hinterlege deine Regeln einmal. tradeble prüft jeden Trade und zeigt dir die „zweite Kurve“ ohne die regelwidrigen Trades.

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Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und Bildung. Er ist keine Anlageberatung und keine Aufforderung, bestimmte Finanzinstrumente zu kaufen oder zu verkaufen. Trading ist mit einem erheblichen Verlustrisiko verbunden, du kannst dein eingesetztes Kapital ganz oder teilweise verlieren. Alle Zahlen in den Beispielen sind frei gewählt und dienen nur der Veranschaulichung.